„Türkische Malerei lesen“: Vortragsreihe im Yunus-Emre-Institut Berlin eröffnet
Mit einem Vortrag der Kunstautorin und Kritikerin Ege Işık Özatay begann am 14. Oktober 2026 im Yunus-Emre-Institut Berlin die dreiteilige Reihe „Türkische Malerei lesen“. Die erste Veranstaltung widmete sich der Entwicklung von der osmanischen Miniaturtradition bis zu Osman Hamdi Bey.
Berlin. Wie lassen sich Bilder über ihre ästhetische Wirkung hinaus verstehen? Welche Geschichten erzählen Kleidung, Gegenstände, Wohnräume oder Straßenszenen? Diese Fragen bildeten den thematischen Ausgangspunkt des ersten Vortrags.
Unter dem Titel „Von der osmanischen Miniaturtradition bis zu Osman Hamdi Bey“ beleuchtete Ege Işık Özatay die türkische Malerei in ihrem historischen und kulturellen Zusammenhang. Der thematische Bogen reichte von den Bildwelten Matrakçı Nasuhs bis zu den Werken Osman Hamdi Beys.
Kunst als Spiegel ihrer Zeit
Im Mittelpunkt stand die Betrachtung von Kunstwerken als Zeugnisse ihrer Entstehungszeit. Details wie Kleidung, Architektur und Alltagsszenen eröffnen Einblicke in gesellschaftliche Verhältnisse und kulturelle Lebenswelten. Zugleich rückte das Zusammenspiel von Tradition und künstlerischer Erneuerung in den Fokus.
Die Veranstaltung bot damit einen Zugang zur Malerei, der über die reine Bildbetrachtung hinausgeht: Kunstwerke lassen sich auch als Quellen lesen, die vom Alltag, den Wertvorstellungen und den Veränderungen einer Gesellschaft erzählen.
Drei Veranstaltungen zur Geschichte der türkischen Malerei
Die auf drei Veranstaltungen angelegte Vortragsreihe verfolgt die Entwicklung der türkischen Malerei von Matrakçı Nasuh und Osman Hamdi Bey über İbrahim Çallı und Bedri Rahmi bis hin zu zeitgenössischen Kunstschaffenden.
Die Reihe lädt dazu ein, Bilder genauer zu betrachten und ihre historischen sowie gesellschaftlichen Bezüge zu erschließen.









