Von der Tradition in die Zukunft: Türkische Kalligrafiekunst in Berlin
Die türkische Kalligrafie, eine bedeutende Kunstform der türkisch-islamischen Kulturtradition, stand im Mittelpunkt eines mehrtägigen Kulturprogramms in Berlin. Unter dem Titel „Von der Tradition in die Zukunft – Eine Reise durch die türkische Kalligrafie“ vereinte die Veranstaltung mit dem Kalligrafen Prof. Dr. Yusuf Bilen einen Fachvortrag, praktische Workshops und eine Ausstellung.
BERLIN – Mit dem Ziel, die traditionsreiche Kunst der Kalligrafie (Hüsn-i Hat) einem breiteren Publikum näherzubringen und ihre Weitergabe an kommende Generationen zu fördern, fand vom 25. bis 29. September 2026 im Yunus Emre Institut in Berlin die Veranstaltungsreihe „Von der Tradition in die Zukunft – Eine Reise durch die türkische Kalligrafie“ statt.
Eröffnet wurde das Programm am Freitagabend, dem 25. September, mit einem Vortrag von Prof. Dr. Yusuf Bilen zum Thema „Inschriften in der Kalligrafiekunst“. Bilen ging dabei auf die historische Entwicklung der Kalligrafie sowie auf die Bedeutung von Inschriften als Teil des kulturellen Erbes ein. Im Anschluss an den Vortrag wurde die Kalligrafie-Ausstellung eröffnet.
Zur Eröffnung kamen Gäste aus unterschiedlichen Bereichen des Berliner gesellschaftlichen und kulturellen Lebens zusammen. Unter den Teilnehmern waren der türkische Generalkonsul in Berlin, İlker Okan Şanlı, sowie der Kulturattaché Dr. Samet Kapısız. Darüber hinaus nahmen zahlreiche Gäste aus Kultur, Kunst und Zivilgesellschaft an der Veranstaltung teil.
Das Programm beschränkte sich nicht auf Vortrag und Ausstellung. Am 26. und 27. September hatten Interessierte bei praktischen Kalligrafie-Workshops die Möglichkeit, gemeinsam mit Prof. Dr. Yusuf Bilen sogenannte Meşk-Übungen durchzuführen und traditionelle Techniken der Kalligrafie näher kennenzulernen. Damit wurde die Kunstform nicht nur anhand der ausgestellten Werke vermittelt, sondern auch durch die traditionelle Weitergabe von Wissen und handwerklicher Praxis zwischen Meister und Schüler.
In der Ausstellung wurden verschiedene Werke von Prof. Dr. Yusuf Bilen präsentiert. Sie vermittelten einen Einblick in die Ästhetik der traditionellen Schriftkunst und zeigten zugleich, wie ein über Jahrhunderte gewachsenes kulturelles Erbe in der Gegenwart fortgeführt wird.
Organisiert wurde das Programm in Zusammenarbeit mit dem Präsidium für Auslandstürken und verwandte Gemeinschaften (YTB), Hayrat Berlin und dem İrfan Bildungs- und Kulturverein. Gastgeber war das Yunus Emre Institut Berlin. Die Veranstaltungsreihe bot damit zugleich einen Rahmen, traditionelle türkische Kunst in der multikulturellen Kulturlandschaft Berlins einem breiteren Publikum vorzustellen.
Die am 25. September eröffnete Ausstellung im Yunus Emre Institut Berlin endete am Dienstag, dem 29. September 2026. Mit der Verbindung von Vortrag, Ausstellung und praktischen Workshops zeichnete das Programm den Weg der Kalligrafiekunst von ihrer historischen Tradition bis in die Gegenwart nach. Zugleich rückte es die Frage in den Mittelpunkt, wie diese traditionsreiche Kunst durch Vermittlung und praktische Ausübung an kommende Generationen weitergegeben werden kann.











